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Kernseminar

Zentrum für schulpraktische
Lehrerausbildung Arnsberg
      Seminar HRSGe

Zur Ausbildung und zur Zusammenarbeit im Rahmen des Kernseminars
Letzte Bearbeitung: August 2021

Grundsätzliches zur Zusammenarbeit im Kernseminar
Die Arbeitsatmosphäre im Kernseminar soll von Empathie, Toleranz und distanzierter Betrachtung der eigenen Rolle(n) (Rollendistanz, vgl. Krappmann, Stuttgart) geprägt sein. Eine besondere Bedeutung kommen dabei der Interaktionskompetenz und der Reflexionsfähigkeit in Bezug auf die eigene Rolle zu. Denn beides durchdringt und überformt das Selbstverständnis, den Umgang mit den Schülerinnen und Schülern, den Kolleginnen und Kollegen, den Vorgesetzten und den Erziehungsberechtigten. Sie bestimmen das Denken, Fühlen und Handeln. Integrale Bestandteile bei der Umsetzung des Kerncurriculums sind u.a. die personenorientierte Beratung, die Portfolioarbeit, die Zusammenarbeit von Kern-und Fachseminaren sowie die Zusammenarbeit des Seminars mit den Ausbildungsschulen. Vergleiche dazu bitte das Basiskonzept auf der Homepage und das jeweilige Ausbildungsprogramm.

Zur Bedeutung des Kerncurriculums bzw. der Anlage 1 der OVP von 2011, geändert durch Verordnung von 2021
Im Kernseminar werden Planung, Durchführung und Reflexion sowie Evaluation von Unterricht und die Bearbeitung der Handlungsfelder (vgl. die Anlage 1 der OVP 2021) als Handlungs-, Erfahrungs-, Verstehens-, Wahrnehmungs- und Interaktionsprozesse, als individuelles Lernen in Gruppen, als Modi von Erkenntnisgewinn, von Offenheit und Flexibilität, von Perspektivität und Perspektivwechsel theoretisch sowie praxisnah, in Präsenz und Distanz
mit digitalen sowie analogen Medien/Tools und insbesondere abbildhaft thematisiert. Praxis wird vor allem auch in der Schule vollzogen. Die Handlungsfelder des Berufs sind sowohl Inhaltsfelder als auch Prozessfelder des Handelns, Sprechens, Verstehens, Denkens und Interagierens. Auf Didaktik und Methodik bezogen geht es darum, begründbares Lernen und Lehren als didaktisch-methodisches und erzieherisches Handeln entsprechend dem Schulgesetz zu entfalten und im Sinne u.a. einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (vgl. dazu auch das Kerncurriculum, MSB, NRW, 2021) zu kultivieren. Die Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter sowie die Lehrerinnen und Lehrer in der Ausbildung sollen den Lehr-/Lernprozess im Kernseminar auf der Basis ihres bereits erworbenen Wissens und gemäß ihren Informations-, Qualifikations- Verwertungsbedürfnissen in Übereinstimmung u. a. mit …            

  • dem LABG, 

  • der OVP, der OBAS, der PE

  • dem Kerncurriculum

  • dem Ausbildungsprogramm der Schule

  • mit dem Ausbildungsprogramm des Seminars HRSGe  und

  • mit dem Ausbildungsprogramm des ZfsL

aktiv mitgestalten.

Die Inhalte der einzelnen Bausteine für das Kernseminar sind verbindlich und werden nach den Informations-, Qualifizierungs- und Verwertungserfordernissen einerseits und den Informations-, Qualifizierungs- und Verwertungsbedürfnissen andererseits im Sinne der oben beschriebenen Prozess- und Produktevaluation gesetzt. Die Bearbeitung der im Ausbildungsplan aufgeführten Handlungsfelder des ersten Ausbildungsquartals sind obligatorisch. In den nachfolgenden Ausbildungsquartalen sind die Handlungsfelder obligatorisch, die die OVP, OBAS und PE jeweils als Arbeitsschwerpunkte nahelegen. Alle anderen werden nach den Informations-, Qualifizierungs- und Verwertungsbedürfnissen der Kernseminargruppen bearbeitet.