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Kern- und Fachseminare

 

Das Kernseminar thematisiert die überfachliche Ausbildung. Der Erwerb von Rollensicherheit ist neben der Vermittlung von didaktisch-methodischer und pädagogischer Kompetenz das zentrale Anliegen der Ausbildung. Fachübergreifende Beobachtungs- und personenorientierte Beratungsprozesse unterstützen die Entwicklung einer individuellen Lehrerpersönlichkeit.

Das Grundschulseminar möchte die zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten. Die Struktur des Kernseminars sich konsequent an den 4 Dimensionen der Bildung im 21. Jahrhundert (Wissen, Skills, Charakter und Metalernen) (Vgl.: Die vier Dimensionen der Bildung. Was Schüler/innen im 21. Jahrhundert lernen müssen: Charles Fadel, u.a., übersetzt von Jöran Muuß-Merholz. 2017) 

Der Selbstverantwortung der eigenständig und individuell Lernenden kommt große Bedeutung zu. Die Lehramtsanwärter und -anwärter arbeiten im Kernseminar zu großen Teilen in selbstgewählten Projekten und unterschiedlichen Projektgruppen, in Barcamps oder ähnlich individuellen Formaten. Es geht darum, eigene und bedeutsame Erschließungsfragen aus der und für die Berufspraxis zu stellen. Durch die geöffneten Lehr-Lernformate in den Projekten, kann auch die veränderte Lehrerrolle (individuelles Lernen mit Lernbegleitung) selbst erfahren, nachhaltig erprobt und, unterstützt durch die Kernseminarleitungen, reflektiert werden.

 

In den Fachseminaren geht es um die Auseinandersetzung mit fachlichen und fachdidaktischen Inhalten und Erfordernissen, deren Konkretisierung und die Umsetzung der jeweiligen Lehrpläne in der Praxis.

 

In den Kern- und Fachseminaren stehen folgende Grundsätze im Fokus:

Universität

Aufbau auf universitäre Kompetenzen

Die Kenntnisse und Vorerfahrungen der Lehramtsanwärterinnen und -anwärter, die durch das Studium und durch Praktika, insbesondere durch das Praxissemester erwachsen, werden in die Seminarausbildung einbezogen.

Dem Anspruch der Selbststeuerung der Lernenden wollen wir in den Kern- und Fachseminaren durch einen aktiven Einbezug der Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter in die Planung und Gestaltung der Seminare gerecht werden. Durch eine Erhebung des Vorwissens und der Fragen der Lehramtsanwärterinnen und -anwärter soll eine möglichst stimmige Passung zwischen den Vorkenntnissen und den Inhalten der Seminare erreicht werden. Die bereits erworbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Begabungen der Lehramtsanwärterinnen und -anwärter sollen gestärkt und genutzt werden.

 

Vernetzung von Theorie und Praxis

Ein leitendes Prinzip ist die Vernetzung von Theorie und Praxis. So werden sowohl konkrete Situationen aus dem Schul- und Unterrichtsalltag theoriegeleitet reflektiert als auch Theorien und didaktische Modelle auf unterrichtspraktisches Handeln hin konkretisiert.

Theorie und Praxis 

Handlungsfelder

Orientierung an den Handlungsfelder des Kerncurriculums

Die Inhalte der Seminare orientieren sich an den 5 Handlungsfeldern des Kerncurriculums. In diesen Handlungsfeldern wird der Erziehungs- und Bildungsauftrag von Schule konkretisiert. Den Handlungsfeldern werden praxisrelevante Handlungssituationen zugeordnet, in denen die Lehramtsanwärterinnen und -anwärter die Kompetenzen erwerben und vertiefen, die sie benötigen, um in ihrem Berufsfeld professionell zu agieren.

Das Kerncurriculum können Sie sich hier herunterladen.

 

Personenorientierte Beratung mit Coaching-Elementen (POB-C)

Zur individuellen Unterstützung und Professionalisierung führen alle Lehramtsanwärterinnen und -anwärter mit ihren Kernseminarleitungen mindestens zwei personenorientierte Beratungen mit Coaching-Elementen durch. Diese Gespräche sollen der Entwicklung von persönlichen Zielen und Perspektiven, der Rollenklärung, der Stärkung der Reflexionskompetenz, der Entwicklung der eigenen Ressourcen und der Bewältigung des komplexen Arbeitsalltags dienen.

 

POB-C
Unterrichtsnachbesprechung

Unterrichtsbesuche mit anschließendem strukturierten Beratungsgespräch

Alle Lehramtsanwärterinnen und -anwärter werden im Unterricht von den Fachleitungen besucht. In einem anschließenden, strukturierten Gespräch wird der Unterricht gemeinsam reflektiert und es werden Ziele zur Weiterarbeit formuliert. Die Fachleitungen Deutsch / Mathematik nehmen sechs Besuche wahr, die Fachleitungen des weiteren Faches vier Besuche. Alle Fachleiterinnen und Fachleiter bieten Beratung bezüglich der Planung und Durchführung von Unterricht an. Das kann zum Beispiel durch Literaturhinweise als auch durch Beratungsgespräche erfolgen.

Die Kernseminarleitungen nehmen ebenfalls Einsicht in den Unterricht der Lehramtsanwärterinnen und -anwärter, diese kann auf Wunsch auch gemeinsam mit den Fachleitungen erfolgen.

Unterrichtsbesuche können auch fächerübergreifend und auch in offenen und individualisierten Unterrichtsformen, wie z.B. Freiarbeit und Wochenplan, stattfinden.

 

Videografie

Bestimmte Facetten des Lehrerinnen- und Lehrerverhaltens können mit Videoaufzeichnungen besonders gut erfasst und analysiert werden (Mimik, Gestik, Körpersprache, Stellung im Raum usw.).

Alle Lehramtsanwärterinnen und -anwärter führen in ihrer Ausbildung mindestens eine Videoaufzeichnung durch und analysieren sie im geschützten Raum.

 

Videografie
Lerngruppen

Arbeit in Lerngruppen

Um die Eigenverantwortlichkeit der Lehramtsanwärterinnen und -anwärter zu stärken und ihnen den kollegialen Austausch als zentralen Aspekt für die berufliche Unterrichts- und Erziehungstätigkeiten zu verdeutlichen, werden von Anfang an Lerngruppen mit in der Regel 4 Personen eingerichtet.

Sie werden regional gebildet. Inhaltlich können die Lehramtsanwärterinnen und -anwärter die Lerngruppensitzungen grundsätzlich nach ihren Bedarfen frei gestalten. Außerdem werden im Laufe der Ausbildung mindestens 4 Gruppenhospitationen (in der Fächern Deutsch / Mathematik) in den Lerngruppen durchgeführt.

 

Einsatz und Erproben von digitalen Medien, Arbeit mit dem Orientierungsrahmen "Lehrkräfte in einer digitalisierten Welt" und dem Medienkompetenzrahmen (MKR)

Mit dem Orientierungsrahmen "Lehrkräfte und einer digitalisierten Welt" und dem Medienkompetenzrahmen NRW reflektieren unsere Lehramtsanwärterinnen und -anwärter ihre eigene Medienkompetenz bzw. ihre medienpädagogische Kompetenz und können diese gezielt weiterentwickeln. 

Bereits in den Intensivtagen werden Workshops zur Arbeit mit digitalen Medien von Fachleitungen und Lehramtsanwärterinnen und -anwärtern angeboten, die an einem Praxistag an einigen Schulen mit Kindern einer Schulklasse erprobt werden. Ein sinnvoller Einsatz von Medien zieht sich durch die Ausbildung und durch die Unterrichtspraxis, die einen Besuch des Medienzentrums Bonn integriert (http://www.medienzentrum-bonn.de).

 

Medienprojekt Kleine Menschen in der Stadt
Foerderplan

Diagnose und individuelle Förderung

In allen Fachseminaren wird die Beobachtungs- und fachliche Diagnostikkompetenz zur Unterstützung der Schülerinnen und Schüler intensiv thematisiert.

In den Kernseminaren werden Verfahren zur kooperativen Erstellung von Förderplänen (KEFF) und zur schulischen Einschätzung des Verhaltens und der Entwicklung (SEVE) erprobt, in den Fachseminaren werden für die Bereiche des jeweiligen Faches Diagnoseverfahren an Beispielen erprobt und an den eigenen Schulen durchgeführt.

Jede Lehramtsanwärterin und jeder Lehramtsanwärter erstellt einen Förderplan, den sie oder er in der schulischen Praxis realisiert.

 

Sprachsensibler Fachunterricht

Heterogenität in Schulklassen zeigt sich auch in Klassen mit mehrsprachigen Schülerinnen und Schülern, die Deutsch als Zweit- oder auch Drittsprache sprechen. Im Rahmen der Ausbildung werden durchgängig Aspekte eines sprachsensiblen Unterrichts in den Seminarveranstaltungen und Unterrichtsnachbesprechungen berücksichtigt und mit Ideen zur Förderung und Integration verknüpft.

 

Sprachsensibler_Unterr