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Kulturelle Bildung in Duisburg-Marxloh: Vielfalt als Chance und Herausforderung

Einen ganz besonderen Tag erlebten über 100 angehende Lehrerinnen und Lehrer des ZfsL Duisburg im Rahmen eines Studientages zur kulturellen Bildung, der in enger Kooperation mit der Stiftung Klavierfestival Ruhr und unter der Schirmherrschaft (und Anwesenheit) von Schulministerin Yvonne Gebauer durchgeführt wurde.

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© Ursula Kaufmann / Stiftung Klavier-Festival Ruhr

Es scheinen zunächst gegensätzliche Welten zu sein, die da aufeinandertreffen: Auf der einen Seite Kinder und Jugendliche aus Duisburg-Marxloh, ein Stadtteil, dessen Bild in der Öffentlichkeit von sozialen, ökonomischen und kulturellen Disparitäten und Erschwernissen geprägt ist, und auf der anderen Seite die Idee und der Anspruch, kulturelle Bildung etwa mit Klavierstücken von George Benjamin oder George Gershwin zu entfalten. Kann das gelingen?
Die teilnehmenden angehenden Lehrkräfte aller am ZfsL vertretenen Lehrämter und Ausbildungsformate werden dies nach diesem Studientag wohl einhellig mit einem klaren "JA!" beantworten.

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© Ursula Kaufmann / Stiftung Klavier-Festival Ruhr


Nach der Begrüßung durch Holger Rinn (Schulleiter des gastgebenden Elly-Heuss-Knapp-Gymnasiums) und prägnanter Darstellung der nachhaltigen konzeptionellen Zusammenarbeit zwischen Klavierfestival Ruhr und den beteiligten Duisburger Schulen durch Dr. Tobias Bleek (Leiter Education Klavier-Festival Ruhr) und Klaus Hagge (Schulleiter Grundschule Sandstraße) hatten die angehenden Lehrkräfte die Chance, im Rahmen von zehn Workshop-Angeboten die inspirierende Arbeit z. B. von Tanzpädagogin Petra Jebavy, Musikvermittler Richard McNicol und vielen weiteren engagierten Pädagoginnen und Pädagogen mit Schülergruppen der sechs beteiligten Gymnasien, Grund-, Gesamt- und Förderschulen erleben und reflektieren zu können. Der hohen Stellenwert des vielfach ausgezeichneten Education-Programms für den Stadtteil Marxloh wie auch dieses Studientages wurde in Grußworten von Prof. Franz-Xaver Ohnesorg (Intendant Klavier-Festival Ruhr), Yvonne Gebauer (Ministerin für Schule und Bildung NRW) und Thomas Krützberg (Beigeordneter für u. a. Bildung und Kultur der Stadt Duisburg) eindrücklich hervorgehoben. Auch über die Auswirkungen ästhetischer Bildung auf Denken, Fühlen und Sozialverhalten von Kindern und Jugendlichen konnte sich auf Basis eines Vortrags von Prof. Dr. Altenmüller (Direktor des Instituts für Musikphysiologie und Musikermedizin der Hochschule Hannover) in einer vielfältig und fachkompetent besetzten Podiumsdiskussion unter der Moderation von Martina Wilms-Ernst (Leiterin des ZfsL Duisburg) ausgetauscht werden.

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(© Markus Feger / Stiftung Klavier-Festival Ruhr


Neben der hohen fachlichen Expertise konnten vor allem aber wohl die 'kleineren' Akteure den nachhaltigsten Eindruck in Bezug auf die Bedeutsamkeit kultureller und ästhetischer Bildung hinterlassen: die Choreografien und Präsentationen der Schülerinnen und Schüler der Grundschule Sandstraße, der Regenbogenschule, der Herbert Grillo-Gesamtschule, der Grundschule Henriettenstraße, des Elly-Heuss-Knapp-Gymnasiums und der Buchholzer Waldschule. Nicht nur das inklusive Tanz- Musik- und Kunstprojekt zu George Gershwins "Rhapsody in Blue" bewegte die angehenden Lehrkräfte zu stehenden Ovationen.

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© Ursula Kaufmann / Stiftung Klavier-Festival Ruhr



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© Ursula Kaufmann / Stiftung Klavier-Festival Ruhr



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