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Eingangs- und Perspektivgespräch (§ 15 OVP)

Die Lehramtsanwärterin oder der Lehramtsanwärter führt zu Beginn der Ausbildung ein Eingangs- und Perspektivgespräch mit einer Seminarausbilderin oder einem Seminarausbilder unter Beteiligung der Schule. Es dient dazu, auf der Grundlage der bereits erreichten berufsbezogenen Kompetenzen weitere Perspektiven zu entwickeln und Beiträge aller Beteiligten dazu gemeinsam zu planen. Das Gespräch soll in den ersten sechs Wochen der Ausbildung geführt werden. Es beruht auf einer von der Lehramtsanwärterin oder dem Lehramtsanwärter gehaltenen Unterrichtsstunde. Die Lehramtsanwärterin oder der Lehramtsanwärter doku­mentiert die Gesprächsergebnisse schriftlich. Die Dokumentation kann von den anderen Gesprächsteilneh­merinnen und –teilnehmern ergänzt werden. Eine Benotung erfolgt nicht. Die Planungen sollen im Verlaufe der Ausbildung fortgeschrieben werden.

Das EPG ist ein Element der Personenorientierung der neuen Aus­bildung. Aus diesem Grund soll die Persönlichkeit der Referendarin oder des Referendars im Zentrum des Gesprächs stehen.

Entsprechend der Zielsetzung des EPG´s (…. auf der Grundlage der bereits erreichten berufsbezogenen Kompetenzen weitere Perspektiven zu entwickeln …..) íst es empfehlenswert, zu diesem Zeitpunkt der Ausbildung insbesondere auf die Handlungsfelder einzugehen, die die zentralen Kompetenzen und Entwicklungsebenen in den Mittelpunkt stellen (HF 1, HF 2).

Zur Dokumentation des EPG´s ist für die Seminararbeit ein Protokollformular entwickelt worden, das eine Struktur für die Dokumentation vorschlägt und sich an den Standards und Kompetenzen der Handlungsfelder der gesamten Ausbildung orientiert.

Aus diesem Grund sind auch Handlungsfelder aufgeführt, die durchaus erst im Verlauf der weiteren Ausbildung Relevanz bekommen können, aber den Referendarinnen und Referendaren bereits in einem frühen Stadium einen Überblick über die Inhalte der Gesamtausbildung vermitteln und passgenaue Konkretisierungen ermöglichen.

Die Refe­rendarin oder der Referendar übermittelt das ausgefüllte Protokollformular den anderen am EPG Beteiligten, die dieses bei Bedarf ergänzen. Die Schlussversion verbleibt bei der Referendarin bzw. dem Referen­dar und den anderen Beteiligten und ist als EPG-Dokumentation zu führen.

Die Dokumentation des EPG`s ist ein eigenständiges Dokument, der Abschluss erfolgt durch die Referendarinnen und Referendare.

Es ist zu berücksichtigen, dass das EPG in einem sehr frühen Stadium der Ausbildung geführt wird. Dieses hat insbesondere Auswirkungen auf den Umfang und Inhalt der vorgelegten Planung sowie auf eine sinnvolle Begrenzung der Betrachtungsaspekte im Bereich der Konkretisierung und Reflexion. Hierbei sind die Seminarkonferenzbeschlüsse zur Planungsvorgabe als verbindlich zu beachten.

Hilfen zur Beobachtung und Konkretisierung bietet im weiteren die Handreichung zur Unterrichtsnachbesprechung der Bezirksregierung Düsseldorf mit den Materialien zu den Qualitätsindikatoren für Kompetenzen zur Gestaltung von Unterricht und Lernprozessen sowie die Materialien des Seminars zur Dokumentation von Unterrichtsnach-besprechungen.Das Formblatt zur Durchführung („EPG_Formblatt Durchführung“) ist am Tag des EPG auszufüllen und zeitnah im Seminarsekretariat abzugeben.

Planungsfortschreibungen

Das Protokollformular des EPG bildet in einem weiteren Teil die Grundlage für die Planungsfortschreibungen im Verlauf der Ausbildung. Die angehängte Agenda bietet Möglichkeiten zur chronologischen Darstellung. Die Verantwortung für die Dokumentation der Fortschreibungen liegt bei dem Referendar/der Referendarin. Anlässe zur Eintragung und Fortschreibung können aus allen Elementen der Ausbildung in Schule und Seminar erwachsen.

Auf jeden Fall sind die Beratungsergebnisse im Anschluss an eingesehenen Unterricht zu dokumentieren. Den beiden an der Ausbildung beteiligten Fachleitungen ist diese Dokumentation zuzusenden, damit diese es zur Kenntnis nehmen können.

Die formale und inhaltliche Ausführung bei Eintragungen nach Unterrichtsbesuchen richtet sich nach den Vorstellungen der an der Unterrichtsprobe und der Nachbesprechung beteiligten Personen.

Zusätzlich werden die Kernseminarleitungen über die Entwicklungsvereinbarungen in Zusammenhang mit Unterrichtsbesuchen informiert.

Eine Vernetzung mit den Ausbildungsvereinbarungen im Bereich der fachlichen, überfachlichen und schulischen Ausbildung dokumentiert im Kerncurriculum, ist anzustreben.

Ergänzungen und Konkretisierungen aus der Seminarfortbildung am 11.06.12:
Der EPG-Bogen dient neben der Dokumentation der eigenen Kompetenzentwicklung auch dem Informationsaustausch aller an der Ausbildung Beteiligten.

Daher werden Ergänzungen in dem Fortschreibungsbogen zeitnah nach den Unterrichtsbesuchen an beide Fachleitungen und an die Kernseminarleitung per E-Mail geschickt. Dadurch ist sichergestellt, dass bei der Beratung im Anschluss eines Unterrichtsbesuches alle Entwicklungsaufgaben in den Blick genommen werden können.

Alle Fach- und Kernseminarleitungen werden sich auf diese Form des Austausches verlassen und damit arbeiten. Es dient der personenorientierten Beratung und ist kein Element der Langzeitbeurteilung.

In der einen Fortschreibungstabelle werden die Entwicklungsaufgaben, ggf. auch ausgewählte Beratungsanlässe aller Unterrichtsbesuche dokumentiert.

Dort sollen neben den Kompetenzzuwächsen aus den Kern- und Fachseminaren auch die Kompetenzerweiterungen von anderen Lernorten (z.B. Beratungstag in der Schule oder Fortbildungen) aufgeführt werden. Somit erhalten alle an der Ausbildung beteiligten Personen den Überblick über die individuelle Kompetenzentwicklung der Referendarin bzw. des Referendars.

Formulierungshilfen für die nicht durch Unterrichtsbesuche abgedeckten Handlungsfelder sollen von den Kernseminarleitungen erarbeitet werden. Ergänzungen der Formulierungshilfen können in den Fachseminaren vorgenommen werden.

Auf Grundlage des Fortschreibungsbogens kann am Ende des 3. Quartals eine Beratung durch die Fachleitungen erfolgen. Möglicherweise kann sich auf Wunsch der Referendarin bzw. des Referendars ein Coaching anschließen.

Zusätzlich zur EPG-Fortschreibung besteht die Möglichkeit, mit der bisherigen Form der Protokollierung weiter zu arbeiten.Duisburg,

27.06.2012

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