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Skiexkursion 2019

 


Tagesberichte der SportreferendarInnen des ZfsL-Duisburg zur Skiexkursion mit der Gesamtschule Mittelkreis aus Goch

Ski 2019

Hinfahrt am 26.01.19

Samstagmorgen, 6.45 Uhr, Duisburg Hauptbahnhof. Die Mannschaft ist versammelt und versteckt sich im Bahnhofsgang vor der kalten Duisburger Morgenluft. Immer mehr Koffer, Taschen und Skisäcke werden angekarrt. Nur einer fehlt – derjenige mit den Zugtickets. Langsam wird’s eng, aber mit etwas Zeitdruck haben wir es dann doch geschafft. Im Zug die ganzen Klamotten eingepackt und uns auf die Plätze verteilt – ganz schön viel Platz – das werden wir die nächsten Stunden wohl aushalten. Während die ersten noch einmal die Augen schließen, fangen die anderen an sich zu langweilen. Also wird nach kurzer Zeit ein „Vierer“ besetzt und die Karten ausgepackt. Mau-Mau kann jeder – wird aber auch irgendwann langweilig. So wurden irgendwann Spiele und Orte gewechselt – vielleicht geht die Zeit ja dann schneller vorbei. Mitten im Spiel – welches auch immer es war – kam die Anmerkung, dass Schippe doch Herz sticht. „Aha…schön… aber was zur Hölle ist Schippe?“ Unser Saarländer hat wohl etwas andere Bezeichnungen für die Kartenfarben (Schippe ist übrigens Pik). Nach weiteren, gefühlt endlosen Stunden der erste Gang in den Speisewagen. Schon nach kurzer Zeit war dem Mann hinter der Theke klar, was angesagt ist. „Nochmal 4 Getränke?“. Der Rest der Truppe nutze die Zeit zum Lesen, Essen, Schlafen oder einfach nur aus dem Fenster zu schauen. Nach weiteren vielen Stunden – draußen wurde immer weißer und weniger besiedelt – haben wir endlich unseren Zielbahnhof erreicht. Bischofshofen! Von hier aus noch eine knappe halbe Stunde zum Mitterberghaus mit dem Auto – inklusive Schneekettenstop, denn es hat den ganzen Tag geschneit. Endlich in der Unterkunft angekommen, erstmal was trinken und die Zimmer checken. Jungs in die erste Etage, Mädels in die zweite – Zimmer klein, aber gemütlich, und Platz ist bekannterweise in der kleinsten Hütte. Aber: Nur eine Steckdose! Tja, da muss das Smartphone auch mal ausgeschaltet werden. Außerdem sind die Aufenthaltsräume mehr als großzügig geschnitten und laden zu gemeinsamen Stunden ein. Nachdem wir uns einrichten konnten, kamen dann auch die Schülerinnen und Schüler an und aus war es mit der himmlischen Stille. Dafür gab es ein hervorragendes Abendessen von den Küchenchefs, die die Gesamtschule Mittelkreis extra mitgebracht hat. Nach dem Abendessen noch schnell etwa 60 Paar Skischuhe, Helme etc. sortiert, denn der nächste Tag sollte ja halbwegs organisiert und stressfrei verlaufen. Das Motto „Kein Stress“ sollte uns noch ein paar Tage verfolgen. So sollte der erste Tag auch enden. Blieb nur das Problem mit den Steckdosen. Auch ein Laptop braucht schließlich Strom, um zu arbeiten. Also schnell noch die Steckdose belegen.

Ski 2019

Mit aufgeladenen Batterien und einer guten Mütze Schlaf ging es für uns am ersten Skitag in den Frühstücksraum. Die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule waren schon ganz gespannt ihre Skilehrer für die nächsten Tage kennenzulernen und auch wir wollten sehen, was uns erwartet. Bevor wir uns zur Gruppenaufteilung und ersten Schritten auf Ski in den Schnee stürzen konnten, ging es erstmal zur Materialausleihe. Wurde doch vorher alles top von uns Refis sortiert, mussten wir uns die Worte „Kein Stress!“ immer wieder aufsagen. Es ist doch ganz schön anstrengend, 60 Jugendlichen zu zeigen, wie man Schuhe und Helme anzieht. Nachdem auch dies geschafft war, wurden uns Gruppen zugewiesen, die wir in 2er-Teams unterrichten durften. Nach ersten Skischuh- und Skigewöhnungsübungen im hauseigenen Garten fuhren wir mit den Schülerinnen und Schülern auf die erste Piste. Hier konnten erste Gleitbewegungen vollzogen werden, und die Jugendlichen hatten einen riesen Spaß, auch wenn sie die kleinen Hänge oft wieder hochlaufen mussten, da der Schlepplift für Anfänger an dem Tag nicht so wollte wie alle anderen. Nach einigen Stunden hatten wir gefühlt nur noch kleine Schneemänner und Schneefrauen vor uns, die völlig erschöpft waren. Also machten wir uns auf den Heimweg. Nach einer ausgiebigen Dusche wurden wir wieder von unseren Köchen versorgt – das war auch nötig. Nicht nur die Jugendlichen haben den ganzen Tag geackert, auch wir waren „fix und fertig“. Nach dem Abendessen folgte die erste Besprechung – schließlich sollten wir auch erfahren, wie die Lage ist und wie die nächsten Tage aussehen sollten. Die gemütliche Runde wurde schließlich immer ausgelassener, sodass schon der erste Abend mit einem richtigen Après-Ski endete.

Ski 2019
Der zweite Skitag startete für fünf Schülerinnen und Schüler frühzeitig, um bei den Frühstücksvorbereitungen und dem Eindecken der Tische zu helfen. Pünktlich um 8.00 Uhr begann der Tag. Die SuS kamen, teilweise mit Muskelkater vom anstrengenden ersten Tag, aber insgesamt motiviert zum Frühstück, um gestärkt starten zu können. Hier bot die Küche ein insgesamt ausgewogenes Buffet an, sodass keiner hungrig bleib. Bis 9:50 Uhr hatten alle SuS Zeit zu essen, sich zu ordnen, fertig zu machen und schließlich zum Skibus zu gehen. Um 10 Uhr trafen sich die neu geordneten leistungshomogenen Gruppen auf der Piste. Dort warteten die SuS erwartungsvoll auf das heutige Programm und freuten sich auf neue Erfahrungen im Schnee. Mit unserer Ansage „Wir fahren direkt mit dem Lift die erste Piste hoch“ war jeder direkt im Skimodus. Die Skigymnastik auf dem Berg bildete die Grundlage für die erste Abfahrt des Tages. Erstmal ins Gleiten gekommen wiederholten die SuS Übungen zum Bremsen, Kurvenfahren, Oberkörpereinsatz und zur Verlagerung des Körperschwerpunktes. Unten angekommen wechselten die Gruppen vom „Babyberg“ zu einem etwas steileren Hang, um dort die wiederholten Bewegungen in neuer Umgebung auszuprobieren und zu vertiefen. Zudem mussten sich die Skifahrer an neue Schneebegebenheiten anpassen, da es in der Nacht stark geschneit hat und die Piste mit leichtem Pulverschnee bedeckt war. In den folgenden Fahrten erlernten einige SuS schon die parallele Skiführung durch unterschiedliche Metaphern als Ausführungsgrundlage (Briefträger oder Boxer) sowie unterschiedliche Kurvenradien. Außerdem wurde mit dem Tempo gespielt, sodass sich die SuS an verschiedene Geschwindigkeiten gewöhnten. Damit alle Teilnehmer auf verschiedene Hänge vorbereitet wurden, erlernten sie dazu noch das Abrutschen am Hang, um auch steile Gefälle meistern zu können. In der halbstündigen Mittagspause durften die SuS in der Gruppe geschlossen zwei Mal selbstständig eine kleine Piste hinunterfahren. (Der Hang war für die Aufsichtspersonen einsehbar), da alle anderen Skikurse ebenfalls in der Pause waren und dadurch der Hang ansonsten leer war. Nach der Pause folgten ein paar geführte Fahrten die Piste hinunter mit verschiedenen Bewegungsaufgaben. Nun begann schon die Talabfahrt. Auf halber Strecke lag ein weiterer Übungshang, der selbstverständlich als neues Umfeld zum weiteren Lernen genutzt wurde. Eine Balanceübungen, das Fahren auf einem Ski und das Umtreten in der Kurve hatten für die Lernenden hohen Aufforderungscharakter, da es „immer mehr aussieht wie bei den Profis“. Um 16 Uhr war der lange und anstrengende, aber auch sehr erfolgreiche Skitag vorbei. Die SuS waren jetzt schon heiß auf den nächsten Tag, um weiter an ihren Skifahrqualitäten zu arbeiten.
Bis zum Abendessen hatten alle Zeit zur freien Verfügung. Es wurde gespielt, geduscht, sich unterhalten oder einfach ausgeruht. Nach vielen Erfolgserlebnissen herrschte im gesamten Haus eine ausgelassene Atmosphäre. Das Abendessen um 18.30 Uhr war ein weiteres tägliches Highlight. Die Lehrer in der Küche leisteten wieder ganze Arbeit. Sie kreierten ein leckeres drei Gänge-Menü bestehend aus einer Suppe, Pasta und einem Nachtisch.
Der letzte offizielle Tagesordnungspunkt war die Gruppenbesprechung innerhalb des Seminars. Man gab Rückmeldung über den Tag, besprach Organisatorisches mit den Verantwortlichen der Schule und tauschte sich über die nächsten methodischen Schritte aus. Abschließend wurde der Spruch des Tages gewählt. Die Wahl fiel auf: „Bist du Einzelkind? – Nur bis 12!“ (Die Frage sowie die Antwort resultierten aus einem Scherz, wobei die abendliche Suppe von einer Person leer gemacht wurde, die aber keine neue geholt hat). Danach folgte der Ausklang des Abends bei gemeinsamen Spielen, Musik und Tanz. Doch schnell wurde zur Ruhephase übergegangen, damit am nächsten Morgen wieder alle fit für den neuen und erfolgversprechenden Skitag sein würden.
Ski 2019

Am nächsten Tag wurde:

Auf die Schippe genommen oder Malochen mit Schippen
Nachdem alle SuS, Lehrer, Betreuer, Fachleiter & Refis erwachten und aufgestanden waren, fanden sich alle zum gemeinsamen Frühstück um 8.00 Uhr an ihren gewohnten Plätzen ein. Und wenn wir „gewohnte Plätze“ sagen, dann bedeutet dies in unserem Fall Tag für Tag exakt die gleiche Sitzordnung am Frühstückstisch der Refis. Wie jeden Tag gab es wieder eine Auswahl an Semmeln, diversen Aufschnitten, Müsli, Joghurt, Tee, Saft, Kaffee und Obst, so dass sich jeder nach seinem eigenen Gusto stärken konnte. Besonders der Kaffee war an diesem dritten Tag „Gold“ wert, da die letzten Nächte bereits sehr kurz waren.
Da es bereits der dritte Tag unserer Skifahrt war, der erfahrungsgemäß als sehr anstrengend empfunden wird, wurde am Vorabend als Uhrzeit für den Treffpunkt 10.30 Uhr am Skibus festgelegt. Im Skigebiet am Arthurhaus angekommen übten die meisten Gruppen am Übungshang oder fuhren, nachdem man mit einem Tellerlift oben angekommen war, die blaue Piste hinunter, um diverse Übungen auszuführen und um somit das individuelle Fahrgeschick zu verbessern. Nachdem die meisten Gruppen gegen 13.00 Uhr eine Pause von ca. 30 Minuten einlegten, um sich mit selbstbelegten Semmeln etc. etwas zu stärken, ging es gegen 15 Uhr zurück zur Unterkunft.
Dies bedeutete für die Lehrer, Betreuer und für die SuS einen erholsamen Nachmittag bis zum Abendessen, der individuell gestaltet werden konnte. Der Großteil chillte auf den Zimmern und einige vergnügten sich im Aufenthaltsraum mit diversen Kartenspielen oder am hauseigenen Kickertisch. Wiederum andere halfen bei der Vorbereitung des Abendessens, indem die Tische eingedeckt und in der Küche beim Schneiden von tonnenweise Gemüse und anderen Beilagen geholfen wurde. Für uns Refis stand jedoch noch ein Projekt auf dem Programm, mit dem die SuS am bevorstehenden Abend überrascht werden sollten. Gegen 15:30 Uhr trafen wir uns mit unseren Fachleitern Herr Kimmeskamp und Herr Findeisen vor der Unterkunft, um gemeinsam eine Schneebar zu bauen. Mit reichlich Elan, bester Laune, guten Ideen und reichlich tariflichen Trinkpausen hatte jeder und jede eine Aufgabe, die am Ende zur Schneebar beigetragen hat, so dass wir ALLE! stolz auf unser Werk waren.
Um 18.30 Uhr fanden sich alle zum gemeinsamen Abendessen ein. Wie an jedem Abend zauberten die beiden „Köche“ Uli & Daniel in der Küche wieder ein leckeres Gericht, wofür sie abermals Applaus von allen einheimsten. Bei der abendlichen Besprechung mit unseren beiden Fachleitern, Herrn Dr. Kimmeskamp (vulgo „Pettersson“) und Herrn Findeisen („Findus“) wurde wie jeden Abend zudem für unser Tagesmotto abgestimmt. Letztendlich wurde für den Satz „Mach weiter so, er wird schon hart!“ von Carolin gestimmt, der beim Bau der Schneebar für eine sehr zweideutig angehauchte und lustige Atmosphäre bei allen Beteiligten sorgte und somit folgerichtig als bestes Motto gewählt werden. Nach der Besprechung blieb noch ein wenig Zeit, um sich in Ruhe auf die bevorstehende Party vorzubereiten.     
Gegen 20.30 Uhr fanden wir uns an der Schneebar ein, um gemeinsam eine Après-Ski Party zu feiern. Die Getränke in Form von Bier und Radler wurden von der Lehrerschaft der Gesamtschule Mittelkreis gesponsert. Die Stimmung war bei allen grandios, was nicht zuletzt an unserem Haupt-Dj Chris, unserem Macarena-Vortänzer Flo oder auch unseren beiden Anheizern Philipp und Sören, die jeweils eine lautstarke Humba anstimmten, lag. Als kurz die USB-Musikbox streikte und durch eine größere und noch lautere Box ersetzt wurde, erschallte eine doch bekannte Titelmelodie eines Kinderhörspiels aus einer Ecke der Schneebar, die von dem Schüler Lennart lauthals gesungen wurde, um die Stimmung aufrechtzuerhalten: „Das sind Bibi und Tina auf Amadeus und Sabrina…“. Nach erster Verwunderung stimmten alle Anwesenden mit ein und es folgten weitere bekannte Lieder aus Kinderserien wie Bibi Blocksberg oder die Gummibärenbande. Zum Abschluss der Après-Ski Party gegen 22 Uhr wurde es aber auch gefühlvoll und romantisch, indem Klassiker wie „Angels“ von Robbie Williams oder „Wonderwall“ von der Band Oasis gespielt und gemeinsam Arm in Arm geschunkelt wurde. Im Anschluss wurde die Party in einer langen Polonaise in das Haus verlegt, wo erneut ein langer Abend auf alle wartete. Im Großen und Ganzen kann nur gesagt werden, dass es für alle ein sehr schöner, unterhaltsamer und ereignisreicher Abend war, den wir alle nicht so schnell vergessen werden.
Ski 2019

Herzlich willkommen zum nächsten Skitag.

Wie üblich begann unser Tag viel zu früh mit einem reichhaltigen Frühstück um 7.45 Uhr. Abfahrt zum Skigebiet Mühlbach am Hochkönig war pünktlich um 9.50 Uhr. Hier erschienen sogar alle aus dem Pettersson-Seminar rechtzeitig.
Für die Snowboard-Fahrer war die Busfahrt zum Skigebiet neu. Voller Vorfreude auf ein neues Skigebiet bestiegen sie den Bus und konnten es kaum erwarten, mit nur geringem Muskelkater die Piste runter zu „düsen” (fallen). Bei wunderschönem Wetter fuhren alle in der Gondel nach oben und genossen den einzigartigen Ausblick über das Skigebiet. Oben angekommen, kümmerten sich die Skifahrer um ihre Gruppen. Die Snowboarder hatten mit einigen Komplikationen zu kämpfen und erkannten, dass die erste Strecke für Anfänger nicht besonders geeignet war. Um 12.30 Uhr trafen sich alle Gruppen auf der “Österreich Hütte”. Nach dem Essen durften die Referendare sich im Skigebiet austoben, was einige zum Anlass nahmen, sich in Liegestühlen zu sonnen. Gegen 16.00 Uhr ging es wieder zurück zur Unterkunft. Nach einer lauwarmen Dusche verfielen alle in das typische Nachmittagsprogramm aus Spielen oder einem Nickerchen. Zur gewohnten Zeit um 18.30 Uhr fand sich die ganze Meute im Speisesaal ein und wartete gespannt auf das Abendessen. Was werden die Köche heute wieder auf den Tisch zaubern? Wie sich rausstellte, wollten diese jegliche Knutschereien unterbinden und vertauschten wohl die Wörter „Zehen“ und „Knolle“. Der liebliche Knoblauch-Geruch geisterte, Gerüchten zu Folge, noch jetzt (3 Wochen später) durch das Haus. Der Kartoffeleintopf schmeckte dennoch lecker. Nach dem Essen arbeiteten wir weiter an Teambuildingmaßnahmen. Die Aktion des Tages geschah am Vortag zu später Stunde. Vier kleine Jungs (Referendare) rodelten in einem Gummireifen die komplette Anfängerpiste herunter. Nach immer waghalsigen Startpunkten erklommen sie am Ende die komplette Piste. Oben angekommen schoss ein Schneemobil den Berg hinauf. Die Pistenwacht wollte die vier tapferen Rodler zum Aufhören bewegen, da sie möglicherweise von ihrem Startpunkt aus in den Bierpils reingefahren wären. Die vier mutigen Rodler waren von ihrem Vorgehen so angetan, dass sie die Pistenwacht um eine Starterlaubnis auf der anderen Pistenseite weiter links baten. Die Pistenwacht, die nun keine Angst mehr um ihr Bier haben musste, erlaubte diese riskante Aktion. Gerüchten zu Folge wurden zu Ehren dieser tapferen jungen Männer Statuen im Skigebiet errichtet.

Freitag, 7.30h:
Der Wecker klingelte pünktlich zum letzten Skitag. Eine viertel Stunde später trafen sich alle pünktlich zum Frühstück, nur „Person 14“ fehlte (Anmerkung der Redaktion: Allen TeilnehmerInnen des ZfsL-Duisburg wurde eine Nummer zugelost, um auf der Hütte kleine Spiele schnell organisieren zu können). Die Geruchskombination aus Knoblauch, aromatischen Kräutern und einem Schuss von thailändischem Tigerbalsam lag in der Luft und mochte den ein oder anderen beim Frühstück dazu verleiten zu glauben, dass er sich in einer finnischen Dampfsaune befinde. Sofort war jedem klar, dass „Person 14“ nicht mehr zum Frühstück kommen würde (Anmerkung der Redaktion: Person 14 war immer beim Frühstück). Das heutige Ziel war die von Pettersson hochgelobte „Maria Alm“. Um die Spannung vorweg zu nehmen: Dort kamen wir niemals an!  
Mit Skiern und Snowboards bepackt machten wir uns auf den Weg, auch „Person 14“ war mittlerweile dabei, gut gelaunt und mit einer Duftnote, die kein Wörterbuch beschreiben könnte. Dafür, dass es anfangs hieß, freitags wäre für die Referendare freies Fahren, war die Route wohl doch mehr oder minder alles andere als frei, denn um es nochmals zu betonen, Maria Alm war das Ziel und kein Anderes und nein, ein Fahren aus der Reihe stand auch nicht zur Debatte! Dennoch sollte sich herausstellen, dass die Route 30 auf dem Weg zur Maria Alm scheinbar auch nach mindestens 30-maliger Ansage nicht jedem klar war, sodass das Prinzip des Skifahrens/Snowboardens eine ganz neue Bedeutung bekam, indem, nennen wir ihn/sie „Person 12“, nicht mehr den Berg herunterfuhr, sondern mal eben schnell hinauflief. Das Ende vom Lied bestand darin, dass aufgrund heftiger Windböen Maria Alm einfach nicht zu erreichen war (entsprechende Lifte waren gesperrt); wir dennoch zum Fazit kamen, „Maria Alm war wunderschön“ und das nächste Mal fahren wir doch einfach durch den Eisberg 9 ¾ und dann kommen wir auch bei starkem Wind an!

„Der Himmel weint, weil wir nach Hause müssen“
(Zitat von Findus)
Der Himmel weint, weil wir nach Hause müssen. Kein anderes Zitat beschreibt diesen letzten, verregneten Tag besser als die Worte von „Findus“. Während die SchülerInnen bereits „in der Nacht“, zu gut deutsch: um fünf Uhr morgens die Heimreise antraten, fuhr unser Zug gegen 11 Uhr und sollte zehn Stunden später am Duisburger-Hbf einfahren. Viel mehr gibt es hier auch nicht zu berichten, außer, um die Deutsche Bahn auch mal lobend zu erwähnen, „ja, wir waren pünktlich!“. Dennoch sollte, vor allem aus pädagogischer Sicht, das Verhalten der Referendarsgruppe von Tag 1 und Tag 7 in wenigen kurzen Worten abschließend erläutert werden. Denn gerade hier wird verdeutlicht, wie bestärkend Klassenfahrten für das Wir-Gefühl sein können! Während an Tag 1 die Referendarsgruppen noch stark nach Pettersson und Findus agiert haben, im Zug strikt getrennt oder zumindest in der „bekannten Gruppe“ saßen und die jeweilige andere Seminargruppe nur beobachtet wurde, saß man auf der Rückfahrt zufrieden, lachend und irgendwie „nicht mehr fremd“ gemeinsam in zwei großen 6er-Abteilen und sprach über Gott und die Welt, als würde man sich schon ewig kennen! Ein Hoch auf Klassenfahrten!

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