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Kunst / Textilgestaltung

Das Fach Kunst / Textilgestaltung an einem Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung für das Lehramt für sonderpädagogische Förderung macht eine spezifische Ausrichtung fachlicher Inhalte und Diskussionen unerlässlich.

Bei Kindern und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf kann eine ästhetische Erziehung, die sich auch als basale Erziehung versteht, eine aufbauende und entwicklungsfördernde Funktion wahrnehmen und somit in ein Gesamtkonzept sonderpädagogischer Förderung integriert werden. Georg Theunissen spricht in diesem Zusammenhang auch von einer therapeutisch- intervenierenden und einer psychohygienisch- kompensierenden Funktion ästhetischer Bildung.

Die „natürliche“ Verknüpfung mit weiteren Förder- und Fachbereichen ergibt sich aus einem ganzheitlichen Unterrichtskonzept, das sich, nach Pestalozzi als ein Lernen mit Kopf, Herz und Hand versteht. Die vielfältigen Möglichkeiten der sinnlich wahrnehmbaren Auseinandersetzung mit Phänomenen der Lebensumwelt macht das Fach Kunst / Textilgestaltung somit besonders wertvoll.

Die zweite Phase der Lehrerausbildung im Fach Kunst/ Textilgestaltung heißt ebenso die systematische Förderung der individuellen Ausdrucksmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler der Schulen mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt und deren Reflexion und Kommentierung der vorgefundenen Wirklichkeit mit gestalterisch vielfältigen Mitteln.

Der ungezwungenen Zugang von Kindern und Jugendlichen zu Räumen gesellschaftlicher Öffentlichkeit wie Museen und speziellen Ausstellungsorten, die im Ruhrgebiet vielfältig anzutreffen sind, wird im Rahmen der Seminarveranstaltung „Außerschulische Lernorte“ thematisiert.

Die theoriegeleitete erste Phase der Lehrerausbildung an der Universität macht eine verstärkt realitäts- und praxisorientierte Ausrichtung der zweiten Phase notwendig.

Ausgangspunkt sind hierbei die sehr heterogenen Bedingungsfelder, in denen die Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter oft ihre erste kontinuierliche Berufserfahrung sammeln.

In den Seminarveranstaltungen wird neben der methodischen Planung und deren wissenschaftlicher Legitimation deshalb besonderer Wert auf die Erprobung und Brauchbarkeit künstlerischer und textiler Verfahren für die jeweilige Bezugsgruppe gelegt.

Dabei wird eine Verzahnung mit Einzelbereichen sonderpädagogischer Förderung auch praktisch erfahrbar.

Die berufspraktischen Einheiten werden in der Regel von den Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern eigenständig geplant, vorbereitet und vorgestellt.

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