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Leitideen

 

Das Seminar für Sonderpädagogische Förderung in Duisburg ist im Herbst 2006 mit 3 weiteren Seminaren in ein neues modernes Gebäude, ins Tec Center, umgezogen. Das Seminar liegt in Duisburg Neudorf und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.

 

Die leitenden Ideen des Seminars für Sonderpädagogische Förderung ergeben sich aus der Rahmenvorgabe für den Vorbereitungsdienst in Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung und Schule (RdErl.d.Ministeriums v. 1.7.2004) sowie aus den reflektierten Erfahrungen der gemeinsamen Ausbildungsarbeit aller Beteiligten.

 

Leitend für die Durchdringung und Weiterentwicklung der Seminarausbildung sind folgende übergeordnete Ideen:

  • Wir artikulieren Respekt vor der begründeten Sichtweise des Anderen/ der Anderen und stärken Bereitschaft und Fähigkeit zum konstruktivem Diskurs.

  • Wir sichern Freiheitsspielräume für individuelle und institutionelle Entwicklungsprozesse.

  • Wir bieten hohe Ausbildungsqualität an und sichern sie durch kriterienorientierte Evaluationsprozesse.

  • Wir verankern organisatorisch die Kooperation und die Vernetzung aller an der Ausbildung beteiligten Personen und Institutionen.

 

 

Unsere heutige Gesellschaft befindet sich in einem nicht vorhersehbaren Wandel, Entwicklungen sind offen und können nur in ihren Tendenzen beschrieben werden. Neuerungen und Veränderungen gehören zum Alltag.

 

Dies betrifft nicht zuletzt unser Schul- und Ausbildungssystem mit der Aufgabe der Verteilung von Bildungschancen für alle Kinder und Jugendlichen sowie unsere gesellschaftliche Wirklichkeit und Wertigkeit bezüglich des sozialen Miteinanders und der zugehörigen Erziehungsprozesse im privatem und öffentlichem Raum. In der Ausbildung werden wir dazu beitragen, dass zukünftige Lehrerinnen und Lehrer sich nicht allein reaktiv sondern auch konstruktiv, praxisnah und solidarisch an gesellschaftlichen Wandlungsprozessen beteiligen.

 

 

Zum lebenslangen (beruflichem) Lernen gehört nach wie vor,
sich aktuelles Handlungswissen an zu eignen.

 

Handlungswissen beinhaltet im sonderpädagogischen Kontext vor allem ein breites und anwendungsbezogenes Wissen über die aktuellen lernphysiologischen und lernpsychologischen Erkenntnisse einschließlich ihrer diagnostischen Strategien.

Handlungswissen beinhaltet im Weiteren das Wissen um die Bedeutung sozialer und emotionaler Lernprozesse und wie sie in Schule und Unterricht gestalten werden können.

Differenziertes fachdidaktisches und förderschwerpunktspezifisches Handlungswissen, hilft Lehrerinnen und Lehrern dabei, den Lern- und Entwicklungsprozessen der Schülerinnen und Schüler Ziel und Struktur zu geben und ermöglicht dadurch differenziertes und individuelles Lernen.

Zukünftige Lehrerinnen und Lehrer benötigen darüber hinaus weitere Handlungskompetenzen, um im Rahmen ihrer Aufgaben und Funktionen aktiv und selbstverantwortlich organisatorische Abläufe, Verwaltungsprozesse und Schulentwicklungsprozesse zu bearbeiten bzw. mit zu gestalten. Durch praxisnahe Anregungen, Fallbesprechungen und grundlegende Problematisierungen lernen die Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter ihre Kompetenzen entsprechend zu entwickeln.

 

Sich beraten lassen und selbst beraten können ist ein weiteres wichtiges Kompetenzfeld von Förderschullehrerinnen und Förderschullehrern.

Vorhandenes Handlungswissen über Kommunikation und Gesprächsführung wird in den Seminaren aufgegriffen, theoriegeleitet weiter entwickelt und kontinuierlich geübt.

Mögliche Beratungsintentionen und Beratungskonzepte im sonderpädagogischem Handlungsfeld werden erarbeitet.

Kollegiale bzw. kooperative Beratungskonzepte stützen nachhaltig die eigene Handlungskompetenz und damit auch die Zufriedenheit im Berufsleben.

 

 

Das Lernen ist aber immer auch als Prozess einer kreativen Suche nach Ideen, Wegen und Lösungen zu verstehen.

 

In der Ausbildung wird auch dieses auf Lebensbewältigung ausgerichtete Verständnis des Lernens erfahrbar gemacht und das entsprechende didaktisch-methodische Handlungswissen herausgearbeitet.

Wir fordern die Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter dazu auf, sich mit den häufig sehr komplexen Prozessen in Schule und Unterricht forschend-agierend und reflektierend auseinander zu setzen.

Es hilft z.B., einmal die Perspektive im schulischen Alltag zu wechseln („Brillenwechsel“, „Fremder Blick auf die Situation“, „Sich selbst in den Blick nehmen, um Lernende besser zu verstehen“).

Wünsche und Visionen für gelingendes Lehren und Lernen wollen erarbeitet, wollen kommuniziert werden und müssen die Chance zum Erproben, zur Umsetzung erhalten.

 

 

Lernen kann und muss im Weiteren auch als Synonym für Veränderung und Wachstum verstanden werden. Zeitgemäßes Lernen erfordert somit auch die Kooperation und Interaktion von Lernenden und Lehrenden.

 

Die pädagogischen Konzepte einer Entwicklungs-, Erziehungs- und Lernbegleitung im sonderpädagogischem Handlungsfeld stehen somit im Vordergrund unseres Ausbildungsanliegens. Sie führen weniger hin zum direkten und planvollem Verändern-Wollen sondern gestalten das Lernen und Erziehen dialogisch und ermöglichen das „aneinander“ Wachsen von Lehrenden und Lernenden.

Wir Ausbilderinnen und Ausbilder freuen uns von ganzem Herzen darauf, Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter bei dieser Weiterentwicklung ihrer Kompetenzen zu beraten, zu unterstützen und zu begleiten. Wir wollen sie mit Fachkompetenz, Einsatz, Leistungsbereitschaft, Solidarität und Humor unterstützen. Wir ermöglichen ihnen viele Situationen, in denen sie Handlungskompetenz erwerben können. Jeder erhält bei uns die Chance aus Fehlern zu lernen.

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