Navigation ein/aus Menü

Mehrarbeit von LAA - Vorschriften

Umfang der Mehrarbeit

Nach § 11 (8) der OVP darf Lehramtsanwärtern nur mit deren Zustimmung über die Ausbildung hinausgehender Unterricht im Umfang von bis zu drei Wochenstunden übertragen werden.

Die in der OVP festgelegte Obergrenze für Mehrarbeit sollte nicht überschritten werden; ansonsten besteht das Risiko, dass Prüfungsergebnisse im Rahmen der Zweiten Staatsprüfung anfechtbar werden. Schulleitungen muss deshalb dringend geraten werden, LAA nicht über das zulässige Maß mit Vertretungsunterricht und Mehrarbeit zu belasten. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass LAA in einem besonderen Abhängigkeitsverhältnis stehen und ihre Rechte nicht immer mit der Souveränität eines bestallten Kollegen einfordern können.

Seminare erheben einen Genehmigungsvorbehalt für regelmäßige Mehrarbeit durch Lehramtsanwärter, d.h. Schulleitungen müssen die Genehmigung der Seminarleitung einholen, wenn sie LAA über das festgelegte Maß des Ausbildungsunterrichts hinaus regelmäßig mit zusätzlichem Unterricht betrauen wollen.

Höhe der Mehrarbeitsvergütung - Zahlung ab der ersten Stunde

Die Vergütungssätze richten sich nach den Bestimmungen der BASS 21 - 22 Nr. 22; sie stimmen in der Höhe überein mit den Sätzen, die an Kolleginnen und Kollegen im angestrebten Lehramt gezahlt werden. Die Mehrarbeit wird ab der ersten Stunde bezahlt; die Regelung, dass Mehrarbeit erst dann vergütungsfähig wird, wenn sie drei Wochenstunden im Monat überschreitet, gilt nicht für LAA. Zuständig für die Feststellung der geleisteten Mehrarbeit und deren Vergütungsfähigkeit ist der/die Schulleiter/in. Die Abrechnungsformalitäten mit dem LBV werden durch die Schulleitung erledigt. Ansprüche müssen vor Ablauf von 6 Monaten geltend gemacht werden, ansonsten verjähren sie. LAA wird geraten, geleistete Mehrarbeit zu dokumentieren und auf deren Abrechnung zu bestehen.

(Quelle: vbe-nrw.de)