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Kunst

am Seminar für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen

 

 

Herzlich willkommen auf unserer Informationsseite!

 

Fachleiter:

 

Herr Droste

 

Frau Schlösser

 

 


 

 

Ausbildung im Fach Kunst - Eine Einführung

 

"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit"

Karl Valentin

 

Diese Aussage des bekannten Komikers Karl Valentin könnte man auch auf den Kunstunterricht übertragen: „Das Fach Kunst zu unterrichten ist schön, macht aber viel Arbeit.“ Das ist wahr, aber ich wage auch zu behaupten, dass

  • in kaum einem anderen Schulfach der Lehrer/die Lehrerin so anschaulich, handlungs- und erlebnisorientiert in allen Jahrgängen unterrichtet werden kann wie in diesem Fach,
  • in kaum einem anderen Schulfach so viele und tiefe Einsichten in das Denken und Fühlen des Menschen, ja in die gesamte Entwicklung des Menschen vermittelt werden können wie in diesem Fach,
  • kaum ein anderes Schulfach so stark Emotionen und Intellekt zugleich provozieren kann,
  • kaum ein anderes Schulfach so direkt Lebens- und Entwicklungshilfe im Rahmen von Schule zu leisten vermag,
  • kaum ein anderes Schulfach so viel Bildungsarbeit an Kindern und Jugendlichen verrichten kann,
  • kaum ein anderes Fach so selbstverständlich eine Heimkehr zu sich ermöglichen kann.

 

Doch das alles kann nur dann Realität werden, wenn sehr viel Arbeitswille von Seiten der Lehrer/Lehrerinnen sowie von den Schülern/Schülerinnen eingebracht und Arbeit geleistet wird. Dabei viel Toleranz gegenüber dem Anderen und seinem Denken, Fühlen und Tun zu üben, ist stets unerlässlich. Zu Recht meint der Soziologe Heinz Bude, folgende Fragen an die „Kandidaten für‘s Lehramt“ stellen zu müssen:

 

  • Könnt und wollt ihr Verantwortung für Menschen übernehmen?
  • Seid Ihr Euch darüber im Klaren, dass die Rolle des Lehrers nur zu spielen ist, wenn man sich als ganze Person einbringt?

 

Die Lehrerpersönlichkeit ist - nicht nur in den Augen Heinz Budes - ein entscheidender Faktor für den Bildungserfolg der Kinder, und zwar völlig unabhängig vom System. Die Seminarausbildung kann keine entsprechende Lehrerpersönlichkeit formen; diese muss - zumindest im Ansatz - schon vorhanden sein. Sie kann und sollte allerdings einer solchen in Theorie und Praxis zum Ausbruch verhelfen, sie bestätigen und stärken. Dazu sind auf beiden Seiten der Ausbildung Neugier, Toleranz, Geduld, Empathie, Zuversicht, Zuverlässigkeit, Arbeitswille und -vermögen unbedingt erforderlich.

 

Denken Sie bei allen auf Sie zukommenden Entwürfen für Ihren Unterricht immer auch daran, dass diese eben nur Pläne sind, die zwar einer ständigen Reflexion und Überarbeitung bedürfen, aber das Tun dennoch entscheidend beeinflussen. Und pfeifen Sie ruhig auch mal selbstkritisch mit Brecht in der Dreigroschenoper: Ja, mach nur einen Plan sei nur ein großes Licht und mach dann noch `nen zweiten Plan geh‘n tun sie beide nicht.

 

Ihnen von ganzem Herzen viel Erfolg in den auf Sie zukommenden Ausbildungsmonaten!

 

Reinhard Droste, Birgit Schlösser

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