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Mathematik

am Seminar für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen

 

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Zu uns gehören die Fachleiterinnen und Fachleiter

 

  • Herr Heidenreich
  • Dr. Hennekemper
  • Frau Schmidt

 


 

 

Ausbildung im Fach Mathematik

Unterricht und auch die Definition von Unterrichtsqualität sind seit einigen Jahren einem deutlichen Wandel unterworfen, der auch vor dem Schulfach Mathematik nicht halt gemacht hat. Weitestgehend konsensfähig ist inzwischen eine Vorstellung, nach der guter Mathematikunterricht allgemeinbildenden Charakter besitzt, indem er neben mathematischer Begriffsbildung die Wissenschaft in der Anwendung zeigt und gleichzeitig einen Beitrag zur Entwicklung allgemeiner Problemlösekompetenz leistet. Hieraus legitimieren sich Forderungen nach einer Problem- und Kontextorientierung in der Unterrichtsgestaltung.

Dabei müssen  die Bedürfnisse der einzelnen Schüler und Schülerinnen deutlich stärker in den Blick gerückt werden. Vor dem Hintergrund des ersten Paragraphen im Schulgesetz (dem Recht auf Individuelle Förderung) und einem entsprechenden Verständnis von Lernen, ergibt sich der legitime Anspruch nach einer Individualisierung der Lernprozesse im Unterricht bzw. nach individuellen Förderkonzepten. Ein wichtiger Schwerpunkt der Ausbildung im Fachseminar Mathematik am Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung ist entsprechend die Sensibilisierung für individuelle Lernprozesse, deren theoretische Fundierung und unterrichtspraktische Umsetzung. Möglichkeiten hierzu finden sich z. B., mit erweiterten Diagnosewerkzeugen, in einer breiten Methodenkompetenz sowie im kooperativen Lernen.

Die Unterrichtsplanung vollzieht inzwischen in beiden Sekundarstufen auf der Basis kompetenzorientierter Lehrpläne, sodass nicht mehr Inhalte alleine, sondern eben festgelegte Kompetenzerwartungen an die Lernenden leitend sind. Gleichberechtigt neben den inhaltlichen müssen dabei auch „prozessbezogene“ Kompetenzen wie „Modellieren, Argumentieren, Problemlösen und der Gebrauch von Werkzeugen“ [vgl. z.B. Kernlehrplan Sekundarstufe I] verbindlich angelegt werden. Für die planenden Lehrkräfte bedeutet dies – anders als noch vor einigen Jahren – zu entscheiden, in welchen Kompetenzen welche Zuwächse an welchen Inhalten erreicht werden sollen. Diese Kompetenzorientierung schafft die Grundlage für Individualisierung und eine intensivierte externe Evaluation.

Mathematikdidaktik – und mithin unsere Ausbildung – beschäftigt sich in der Konsequenz der geschilderter Veränderungen verstärkt mit Handlungskonzepten. Gefüllt werden diese mit Fachinhalten, die didaktisch analysiert und mit Blick auf das Lernen der Schülerinnen und Schüler kritisch reflektiert werden. Wer die Ausbildung im Fach Mathematik erfolgreich abschließt, verfügt über ein Repertoire von Handlungskonzepten, die im Unterricht erprobt, reflektiert und stetig weiter entwickelt wurden.

Die Ausbildung im Fachseminar Mathematik schafft damit bei Referendarinnen und Referendaren die Voraussetzungen, sowohl zeitgemäßen Unterricht zu erteilen, als auch innovierend und kompetent anstehende Veränderungen in den Schulen zu begleiten.

 

Basisliteratur:

Timo Leuders: Mathematik-Didaktik Praxishandbuch für die Sekundarstufe I und II; Cornelsen Verlag 2003

 

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