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Seminarprogramm

Das Seminarprogramm spiegelt den derzeitigen Diskussionsstand in Seminar und Ausbildungsschulen wider. Es knüpft an die Ausführungen des Ausbildungsprogramms des ZfsL Münster an, setzt diese lehramtsspezifisch fort und wird kontinuierlich gemäß den aktuellen Anforderungen an die Ausbildung weiterentwickelt (Stand: November 2016).

 

Organisation der Ausbildung im Seminar HRSGe

Ausbildung im Seminar
Jede Lehramtsanwärterin und jeder Lehramtsanwärter (LAA) gehört zwei Fachseminaren und einem Kernseminar an. Die Kern- und Fachseminare finden jeweils am Seminartag (derzeit: DONNERSTAG) im ZfsL Münster statt.
Die curriculare Abstimmung zwischen fachlicher und überfachlicher Ausbildung wird durch die Vorgaben des Kernseminars gewährleistet. Die Taktgebung des Kernseminars erfolgt durch Schwerpunktsetzung in den sechs Quartalen, die Fachseminare bringen dazu ihre ergänzenden fachdidaktischen Perspektiven unter Beibehaltung des Leitprinzips der Handlungsfeldorientierung ein. Die Schulen betten ihre Ausbildungsarbeit in diesen Zusammenhang ein. Diese aufeinander abgestimmten Ausbildungsprogramme decken insgesamt alle Handlungsfelder ab.

Zu Anfang der Ausbildung im Seminar findet zunächst eine Kompaktveranstaltung der Kernseminare statt.  
Zum Ausbildungscurriculum des Seminars gehört obligatorisch die Durchführung eines deutschlandpolitischen Wochenseminars in Berlin am Ende des ersten Ausbildungsquartals, das über die Kernseminare organisiert wird.

 

Ausbildung in der Schule
Für die schulpraktische Ausbildung werden die LAA einer Ausbildungsschule zugeordnet. Hier besteht die Verpflichtung, an vier Wochentagen in der Stammschule präsent zu sein. Die schulpraktische Ausbildung umfasst insgesamt 14 Wochenstunden, die sich auf die beiden Fächer verteilen. Der Ausbildungsunterricht unter Anleitung wird im Fachunterricht von Ausbildungslehrerinnen und Ausbildungslehrern erteilt. Zur schulpraktischen Ausbildung gehört neben dem Ausbildungsunterricht auch die Teilnahme an Konferenzen sowie an außerunterrichtlichen Veranstaltungen der Schule.
Innerschulische Ansprechpartner für alle Fragen und Probleme der schulpraktischen Ausbildung sind die Ausbildungsbeauftragten.
In den Quartalen zwei bis fünf der Ausbildung erteilen die LAA im Rahmen ihres Ausbildungsdeputates von vierzehn Wochenstunden neun Wochenstunden selbstständigen Unterricht.

 

Eingangs- und Perspektivgespräch (EPG)
Das EPG findet möglichst innerhalb der ersten sechs Wochen der Ausbildung statt. An dem 60-minütigen Gespräch nehmen neben der/dem LAA in der Regel die Kernseminarleitung und der/die Ausbildungsbeauftragte als Beteiligte/r der Schule teil. Zur inhaltlichen und organisatorischen Ausgestaltung hat das Seminar einen EPG-Leitfaden erstellt.

Weitere Informationen zur Organisation des EPGs:

Entwicklungsfelder zur Professionalisierung im Lehrerberuf
Kriterien zu den Entwicklungsfeldern zur Professionalisierung im Lehrerberuf
Gesprächsleitfaden
Gesprächsstruktur
EPG Leitfragen – „Mein Start in Schule und ZfsL“

 

Unterrichtsbesuche
Im Laufe der Ausbildungszeit finden in jedem Fach mindestens fünf Unterrichtsbesuche durch die Fachleiterinnen und Fachleiter (FL) statt. Grundsätzlich nehmen auch Kernseminarleitungen Einsicht in den Unterricht der LAA. Sie besuchen die LAA mindestens zwei Mal (ein Mal pro Fach). Die Unterrichtsbesuche dienen der Beratung sowie der Langzeitbeobachtung der LAA.

Weitere Informationen zur Organisation der Unterrichtsbesuche und des Beratungsgesprächs:

Organisation der Unterrichtsbesuche
Das strukturierte Beratungsgespräch
Hinweise zur Reflexion von Unterricht
Protokoll des Beratungsgespräches

Hinweise zur Anlage einer schriftlichen Unterrichtsplanung:

Der Unterrichtsentwurf
Hinweise zum Ausbildungsstand

 

Gruppenhospitationen
Auch Gruppenhospitationen sind integraler Bestandteil der Ausbildung. Jede/r LAA nimmt im Laufe der Ausbildungszeit an vier Hospitationen teil (als Unterrichtende/r oder als Beobachter/in). Zwei Hospitationen werden überfachlich in den Kernseminaren, zwei weitere über die Fachseminare organisiert. Im Portfolio dokumentieren die LAA den gesamten Hospitationsprozess.

Entwicklung eines Beobachtungsschwerpunktes

 

Personenorientierte Beratung mit Coachingelementen
Personenorientierte Beratung ist ein fester Bestandteil der Ausbildung nach der gültigen OVP und wird von allen FL durchgeführt.
Kernseminarleitungen sind immer fachübergreifende Ausbilderinnen und Ausbilder und Coach. Im Regelfall betreuen sie ihr eigenes Kernseminar. Sie beteiligen sich nicht an der Benotung der LAA. Fächerübergreifende Beratungsanlässe und Coaching-Angebote sind grundsätzlich entwicklungsorientiert durchzuführen. Im Rahmen der personenorientierten Beratung mit Coachingelementen sind zwei Beratungsgespräche zwischen Kernseminarleitung und LAA im Verlauf der Ausbildung verbindlich durchzuführen.

 

Professionelle Lerngemeinschaften (PLG)
Die Lerngemeinschaften stellen ein verbindliches Ausbildungselement des Seminars dar. Zur Entwicklung ihrer beruflichen Handlungskompetenz erhalten die LAA im Rahmen fester Lerngemeinschaften Unterstützung, Beratung und praktische Anregungen. Zur inhaltlichen Ausgestaltung gehören kollegiale Fallberatung, Hospitationen, Anwendung und Übung konkret vermittelter Inhalte sowie das selbstständige Erschließen individuell bedeutsamer Inhalte.
Das Seminar stellt aus dem zur Verfügung stehenden Zeitkontingent ein entsprechendes Maß an Ausbildungszeit zur Gestaltung der PLG zur Verfügung.

 

Portfolio Vorbereitungsdienst
Im Entwurf einer Konzeption für den reformierten Vorbereitungsdienst für Lehrämter an Schulen wird das Portfolio als ein zentrales Element der Personenorientierung verstanden, das dem Konzept des selbstbestimmten Lernens im Rahmen der personenorientierten Ausbildung folgt mit dem Ziel, berufsbezogene Erfahrungen zu sammeln, zu ordnen, zu präsentieren und zu reflektieren.
Im Portfolio dokumentieren LAA den systematischen Aufbau ihrer berufsbezogenen Kompetenzen in den einzelnen Praxiselementen ihrer Lehrerausbildung. Es besteht aus einem Dokumentations- und einem Reflexionsbereich. Der Dokumentationsbereich ist offen für alle an der Ausbildung Beteiligten. Der Reflexionsbereich gilt als geschlossener Bereich und kann nur vom LAA ausgewählten Personen zugänglich gemacht werden.

Weitere Informationen zur Erprobungsfassung Portfolio Vorbereitungsdienst

 

Beurteilungen von LAA
Die Beurteilungen der ZfsL und der Ausbildungsschulen sind inzwischen weitgehend harmonisiert. Als Grundlage für die Endnoten auch in der Schule werden Fächernoten festgelegt und die Fachnoten können nur in ganzen Notenwerten dargestellt werden.

 

Beurteilungen im ZfsL
Die an der fachbezogenen Ausbildung beteiligten Seminarausbilderinnen und Seminarausbilder erstellen am Ende der Ausbildung für jedes Fach einen Beurteilungsbeitrag, der mit einer ganzen Note gemäß § 28 OVP abschließt. Langzeitbeurteilungen des ZfsL werden durch die Leitung auf der Grundlage der Beurteilungsbeiträge erstellt. Sie schließen mit einer Endnote.

Grundsätze für die Leistungsbewertung von Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern des Seminars Münster HRSGe
Rückmeldungen zum Ausbildungsstand
Hinweise zu den Langzeitbeurteilungen gemäß § 16 OVP für ZfsL (LPA Dortmund)

 

Beurteilungen in der Schule
Die Ausbildungslehrerinnen und Ausbildungslehrer erstellen am Ende eines Ausbildungsabschnittes einen fachbezogenen Beurteilungsbeitrag, der nicht mit einer Note abschließt. Ein Ausbildungsabschnitt endet, wenn die/der LAA die Ausbildungslehrerin oder den Ausbildungslehrer wechselt. Die Langzeitbeurteilung der Schulleitung beruht auf eigenen Beobachtungen, den Beurteilungsbeiträgen der Ausbildungslehrerinnen und Ausbildungslehrer sowie der Stellungnahme der oder des Ausbildungsbeauftragten. Sie weist jeweils eine ganze Note in den Fächern der Ausbildung auf und schließt mit einer Endnote.

Hinweise zu den Langzeitbeurteilungen gemäß § 16 OVP für Schulen (LPA Dortmund)

 

Staatsprüfung
Die Staatsprüfung findet im letzten Halbjahr des Vorbereitungsdienstes so spät wie möglich statt. Sie besteht aus zwei Schriftlichen Arbeiten, zwei Unterrichtspraktischen Prüfungen und einem Kolloquium.

Hinweise zur Anlage der Schriftlichen Arbeit im Rahmen der Staatsprüfung
Hinweise für LAA sowie für Lehrkräfte in der Ausbildung (LPA Dortmund)

 

Weitere Behörden und Einrichtungen

Ministerium für Schule und Bildung NRW Bezirksregierungen Landesprüfungsamt

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