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Förderschwerpunkt Sprache

Lehrerinnen und Lehrer im Förderschwerpunkt Sprache unterrichten, fördern und erziehen Schülerinnen und Schüler in verschiedenen schulischen Einrichtungen. Im Rahmen der Inklusion werden Schülerinnen und Schüler zunehmend an allgemeinen Schulen im gemeinsamen Lernen unterrichtet. Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Sprache zeigen unterschiedlich schwere sprachliche Auffälligkeiten. Sie umfassen Störungen im Bereich der Phonetik und Phonologie, des Lexikons und der Semantik sowie der Morphologie und Syntax aber auch Störungen des Sprachverständnisses, des Redeflusses, Autismus-Spektrum-Störungen und Mutismus. Teilweise treten diese Beeinträchtigungen mit zusätzlichen Förderbedürfnissen in weiteren Förderschwerpunkten wie denen des Lernens und der emotionalen und sozialen Entwicklung kombiniert auf. Oft sind Schwierigkeiten beim Erwerb von Lesen und Schreiben die Folge.

Die gemeinsame Arbeit im Seminar soll auf diese Aufgabe vorbereiten.

Im Fachrichtungsseminar erwerben die Lehramtsanwärterinnen und -anwärter Kompetenzen und Standards gemäß den im Kerncurriculum genannten Handlungsfeldern. Als Schwerpunkte der Ausbildung sind aufbauend auf die Studieninhalte der Fachrichtung insbesondere zu nennen:

  • Kompetenzen und Lernbedürfnisse von Kindern und Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf im Bereich Sprache kriteriengeleitet diagnostisch zu erfassen,
  • individuelle Fördermaßnahmen auf der Grundlage von Förderplänen zu entwickeln,
  • Unterricht und individuelle Förderung unter sprachtherapeutischen Gesichtspunkten zu planen, durchzuführen, zu beurteilen und zu reflektieren,
  • die Auseinandersetzung mit besonders geeigneten Methoden und Medien,
  • die Beratung von Kolleginnen und Kollegen, Eltern sowie Schülerinnen und Schülern,
  • sowie Möglichkeiten der präventiven Arbeit.

Das Fachrichtungsseminar kann von den Lehramtsanwärterinnen und -anwärtern durch

  • das Mitbestimmen von Schwerpunktthemen aufgrund vorhandener Ressourcen und schulischer Erfordernisse,
  • die aktive Mitarbeit im Seminar, einschließlich der inhaltlichen Vorbereitung von Themensitzungen und
  • die Organisation und Teilnahme an Exkursionen aktiv mitgestaltet werden.

Dabei können die Lehramtsanwärterinnen und -anwärter eigene Schwerpunkte und Erfahrungen innovativ mit in die Seminararbeit einbringen.

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