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Deutsch

Der Deutschunterricht findet sowohl im Gemeinsamen Lernen als auch in der Förderschule statt.

Die Kompetenzbereiche des Faches orientieren sich an den Richtlinien und Kernlehrplänen der allgemeinen Schule. Grundsätzlich gehen wir von den Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler und deren Förderbedarfen aus. Deutschunterricht erfolgt sowohl in der Förderschule als auch in inklusiven Kontexten immer als integrativer Deutschunterricht. D.h.: Eine Interdependenz zwischen den Kompetenzbereichen des Faches Deutsch ist stets mitzudenken.

Der konstruktivistische Gedanke stellt unsere Leitlinie in der Seminararbeit dar. Dazu wird das Fundament von einem förderdiagnostischen Vorgehen gebildet. Eine Recherche der Lernvoraussetzungen erfolgt differenziert. Die Diagnose kann durch Beobachten, kriteriengeleitetes Beobachten und den Einsatz diagnostischer Inventare erfolgen. Letztere sind nicht immer standardisiert, was auch nicht zwingend notwendig ist, um zu qualitativen Aussagen zu gelangen.

Die Inhalte werden exemplarisch elementarisiert, adaptiert, erweitert und abgestimmt auf die jeweiligen Förderschwerpunkte. Einen eigenen Teilbereich bildet der Schriftspracherwerb. Der erweiterte Lese- und Schreibbegriff wird vor dem Hintergrund einer in den letzten Jahren veränderten Schülerschaft mit einbezogen.

Eine besondere Herausforderung stellt die Förderung von Jugendlichen, die von Analphabetismus bedroht sind, dar. Hier gilt es, der Diskrepanz zwischen der erreichten Leseentwicklungsstufe bezogen auf einzelne Stufenmodelle einerseits und den Interessen, Erfahrungen von Jugendlichen andererseits adäquat zu begegnen. Vor dem Hintergrund der Misserfolgserfahrungen eines Großteils der Schülerinnen und Schüler in der sonderpädagogischen Förderung gilt ein besonderes Augenmerk dem Motivationserhalt und der Motivationsförderung für die Inhalte des Faches Deutsch.

Die Förderung einer elaborierten Schülersprache bei gleichzeitiger Wertschätzung der von den Schülerinnen und Schülern mitgebrachten Sprache bildet einen Schwerpunkt unserer Arbeit.

Der Deutschunterricht in der sonderpädagogischen Förderung zielt auf das Erlernen von Kompetenzen, Strategien, Techniken, die einen Gebrauchswert für die Schülerinnen und Schüler aufweisen. Das bedeutet zwingend, dass wir die Inhalte des Deutschunterrichts schülerorientiert definieren. Aus diesem Grunde pointieren wir die Bedeutung des subjektiven Erfahrungsbezuges.

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