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Eingangs- und Perspektivgespräch

Konkretisierungen für das Seminar für das Lehramt für sonderpädagogische Förderung

1. Zielsetzung

In dem Eingangs- und Perspektivgespräch wird die Lehramtsanwärterin oder der Lehramtsanwärter dahingehend beraten und unterstützt, auf der Grundlage vorhandener Kompetenzen erste individuelle Zielsetzungen für die Ausbildung durch Schule und Seminar festzulegen, notwendige Arbeitsschritte zu entwickeln und eine mögliche Unterstützung durch die Beteiligten zu benennen. Die Ergebnisse werden durch die Lehramtsanwärterin oder den Lehramtsanwärter dokumentiert und in ihr Portfolio aufgenommen. Sie sollen im Laufe der Ausbildung weitergeführt und ergänzt werden.

 2. Gesprächsteilnehmer

Von den drei an der Ausbildung beteiligten Seminarausbilder/innen nimmt die Kernseminarleitung, aus der Schule grundsätzlich die/der Ausbildungsbeauftragte/r an dem Gespräch teil.

 3. Terminierung

Das Eingangs- und Perspektivgespräch findet in den ersten sechs Wochen der Ausbildung statt. Terminabsprachen erfolgen direkt durch die Kernseminarleitung in Abstimmung mit den Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern. Im Falle von Terminschwierigkeiten, Erkrankung oder ähnlichem, kann der Termin auch später stattfinden.

 4. Inhalte des Eingangs- und Perspektivgespräches

Ziel des Vorbereitungsdienstes ist es, die Lehramtsanwärterin/den Lehramtsanwärter auf die spätere berufliche Unterrichts- und Erziehungstätigkeit an der Schule vorzubereiten. Grundlage dafür bildet das Kerncurriculum und die darin beschriebenen sechs Handlungsfelder, die sich an den grundlegenden Kompetenzen für Unterricht, Erziehung, Beurteilung, Diagnostik, Beratung, Kooperation und Schulentwicklung orientieren (vgl. § 1 OVP). Zu Beginn der Ausbildung, im Rahmen des Eingangs- und Perspektivgespräches, auf alle Kompetenzen und Handlungsfelder einzugehen, erscheint wenig sinnvoll. Der Blick sollte zunächst auf die zentralen Entwicklungsebenen und die zugrunde liegenden Fertigkeiten gelenkt werden, die in den ersten Wochen der Ausbildung vornehmlich im Mittelpunkt stehen. Das Gespräch erfolgt ohne Benotung.

5. Vorbereitung und Durchführung des Gespräches

Das Eingangs- und Perspektivgespräch folgt direkt auf eine durchgeführte Unterrichtsstunde an der Ausbildungsschule. Die Lehramtsanwärterin/der Lehramtsanwärter legt zu der Stunde eine Unterrichtsskizze vor, die als Minimalanforderung Thema und Zielsetzung der Stunde, die Lernausgangslage der Klasse und eine Verlaufsplanung beinhaltet. Die Stunde muss im gewählten Ausbildungsfach geplant und durchgeführt werden. Zudem erhält die Lehramtsanwärterin/der Lehramtsanwärter zu Beginn der Ausbildung einen Reflexionsbogen. Der Reflexionsbogen sowie die geplante und durchgeführte Stunde dienen der Vorbereitung des Gespräches. Die/der teilnehmende Ausbildungsbeauftragte sollte sich vor dem Gespräch über das „Ankommen“ der Lehramtsanwärterin oder des Lehramtsanwärters im System Schule informieren. Die Moderation des Gespräches übernimmt die Kernseminarleitung. Die Lehramtsanwärterin/der Lehramtsanwärter hat nach der Durchführung der Unterrichts-stunde Gelegenheit sich im Zeitrahmen von einer Viertelstunde auf das Gespräch vorzubereiten. Während des Gespräches können Inhalte direkt im Dokumentationsbogen festgehalten werden.

6. Nachbereitung des Gespräches

Die Gesprächsergebnisse werden von der Lehramtsanwärterin oder dem Lehramtsanwärter dokumentiert. Dazu wird der vom Seminar vorbereitete Protokollbogen verwendet. Im ersten Teil sollten Anregungen und Hilfen zur Selbstreflexion sowie Erkenntnisse über Kompetenzen, Lernfortschritte und Arbeitsbereiche festgehalten werden. Vereinbarungen zur Weiterarbeit werden im zweiten Teil verschriftet. Das Gesprächsprotokoll wird der/dem Ausbildungsbeauftragten sowie der Kernseminar-leitung innerhalb von 5 Werktagen zeitgleich per E-Mail zur Verfügung gestellt und kann durch diese ergänzt und zurückgesendet werden. Der Reflexionsbogen und das Protokoll werden in das Portfolio der Lehramtsanwärterin oder des Lehramtsanwärters aufgenommen. Sie dienen als Grundlage für die Planung weiterer Zielsetzungen und Handlungsschritte und werden im Laufe der Ausbildung fortgeschrieben.

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